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| Beim
Firmenkauf gilt: Ohne
Moos nichts los | |
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| | "Ähnlich
wie beim Hauskauf gehört die Finanzierung eher zu den letzten Schritten bei
der geplanten Übernahme", bedauert Josef Bauer vom Rheinischen Sparkassen-
und Giroverband. Und an nicht bewilligten Krediten sei so schon so manche Nachfolge
gescheitert. Denn: Zunächst müsse dem Geldinstitut ein detaillierter
Businessplan vorliegen, der verdeutlicht welche unternehmerischen Ziele mit dem
Erwerb des Betriebes künftig verfolgt werden. Dazu gehört eine Analyse
der Marktchancen, die auch die Konkurrenzsituation berücksichtigt. Selbstverständlich
gehören dazu Angaben zur beruflichen und fachlichen Qualifikation.
 Oft
beruht ein solches Unternehmenskonzept allerdings stark auf geschönten Zahlen
und Angaben des bisherigen Inhabers, der verständlicherweise einen möglichst
hohen Kaufpreis erziehlen möchte: Werden allzu optimistische Eckdaten, vor
allem zur Gewinnerwartung, unkritisch übernommen, macht das Kreditsachbearbeiter
misstrauisch. Bauer rät deshalb, bei dem Entwurf des Unternehmenskonzepts
mit den betriebswirtschaftlichen Betreuern der Kammern und auch mit einem Steuerberater
zusammenzuarbeiten. Hilfreich sind zudem die umfangreichen Checklisten, die Sparkassen
und Banken für Existenzgründer und Nachfolgekandidaten bereit halten,
um eine Übernahme auch gründlich finanziell vorzubereiten.
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 | "15
Prozenz Eigenkapital sollte der Kandidat schon mitbringen"
 Josef
Bauer Rheinischer
Sparkassen und Giroverband
| | Wichtig:
Neben den Kaufpreis wird zusätzlich Geld für die notwendige Investition
benötigt, für neue Produktlinien, Betriebsmittel für die Startphase.
Ohne Darlehen ist das kaum zu bewältigen, doch ohne Eigenkapital keinen Kredit.
15 Prozent des erforderlichen Volumens sollte der Kandidat schon selbst mitbringen,
sagt Bauer. Erst dann lohnt ein Gespräch über die günstigste Form
der Finanzierung, über öffentliche Fördermittel und über Beteiligungskapital.
Natürlich fehlt nicht der
Hinweis, einen Business-Angel zu den Verhandlungen mitzubringen, der neben seiner
Einlage auch eine gehörige Portion Knowhow vorweisen kann. Doch dieser Engel
hat sich rar gemacht, seit die Startup der New Economy reihenweise Konkurs anmeldeten
und die Bundesregierung eine Erfolgreiche Beteiligung von mehr als einem Prozent
auch noch besteuern will. Das hat Risikokapital nicht verdient. Mit der Folge,
dass Kreditsachbearbeiter nun noch kritischer unter die Lupe nehmen und potentielle
Nachfolger darauf | | | | hinweisen,
dass nicht nur Chancen der Selbständigkeit sehen, sondern auch das volle
unternehmerische Risiko tragen sollen.
 In
den nächsten fünf Jahren steht bei etwas 400.000 mittelständischen
Unternehmen in Deutschland der Generationswechsel bevor. Betroffen sind Vermögenswerte
von insgesammt rund tausend Milliarden Euro sowie etwa fünf Millionen Arbeitsplätze,
hat das Institut für Mittelstandsforschung errechnet. Jedes dritte Nachfolgeproblem
ergibt sich dabei plötzlich durch Krankheit, Unfall oder Tod des Firmeninhabers.

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