Wertermittlung 
Wertermittlung

Sinnvoller sei es da schon, sich bei diese wichtigen Entscheidung an den Fähigkeiten zu orientieren und gründlich zu prüfen ob die zur Wahl stehenden Mitarbeiter das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen können.

Die Erfahrungen zeigen, dass sich mit einer internen langfristig höhere Erlöse erzielen lassen als bei einem Verkauf an einen externen Interessenten. Kertesz: "Mittarbeiter als Nachfolger sehen auch ihre Chance, den gewohnten Arbeitsplatz zu erhalten.
 
"Mitarbeiter
als Nachfolger
sehen auch
die Chance,
den gewohnten
Arbeitsplatz
zu erhalten"

Josef Kertesz
 

Außerdem gehen sie davon aus, dass sich dank ihrer Insiderkenntnisse die Risiken der Übernahme reduzieren."

Als Modelle für eine reibungslose und erfolgreiche Übergabe bieten sich an:

Der Betrieb wird ohne weitere Beteiligung des bisherigen Inhabers
vollständig übergeben. Dieses Vorgehen ist allerdings nur dann sinnvoll,
wenn der Nachfolger bereits seit vielen Jahren die Vertretung des
Chefs übernommen hat.

Der Inhaber ist bis zur endgültigen Übergabe nur noch zur Hälfte
seiner früheren Arbeitszeit im Büro tätig.

Die Tätigkeit des Seniors wird zum Beispiel in Jahresschritten laufend
reduziert.

Der ehemalige Inhaber per Beratervertrag dem neuen Chef noch zur
Verfügung.

"Im Vergleich zum familieninternen Übergang lassen sich bei einem Verkauf an Dritte fast immer höhere Preise erzielen", stellt Ralf Hermann von Helbling CFT International fest. Um den höchst möglichen Erlös zu realisieren, sind indes einige Grundregeln zu beachten:

 
"Beim Verkauf
an Dritte
lassen sich
fast immer
höhere Preise
erzielen als in
der Familie"

Ralf Hermann
Helbling CFT
International
 

Loslassen: So konsequent ein Eigentümer
sein Unternehmen führt, so konsequent sollte
er sich auch zurückziehen. Dieser gerade für
die Gründergeneration schmerzhafte Prozess
wird gemindert, wenn sich der Chef gedanklich
frühzeitig darauf einstellt.


Schritt für Schritt: Der Verkauf eines
Unternehmens ist ein systematischer Prozess,
der Schritt für Schritt abläuft. Alle Details der
Transaktionen (Kaufpreis, Finanzierung,
Zeitplan, Zukunftskonzept) sind vorher
eindeutig zu vereinbaren.

Kaufpreis: Die Kasse muß stimmen. Die
finanzielle Basis der potentiellen Käufer
entscheidet darüber, ob sich der Übergang
realisieren lässt. Wer mit Interessenten
verhandelt, die nicht über genügend
flüssige Mittel verfügen, erzielt einen
geringeren Erlös.

 
  Bewertung: Wer das eigene Unternehmen frühzeitig bewerten lässt,
verhandelt aus einer ungleich stärkeren Position und kann der Prüfung
durch den Käufer - auch due diligence genannt - gelassen entgegen
sehen. Wichtig: Wer mehrere Bewertungsmethoden kennt, kann sich
besser den Vorstellungen des Käufers anpassen (siehe Übersicht).

Vertrag: Nicht jeder Rechtsbeistand muß sich in branchenspezifischen
Einzelheiten auskennen. Nur ein spezialisierter Anwalt kann eine
qualifizierte Beratung leisten und einen für beide Seiten akzeptablen
Vertrag aufsetzen.

 

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Es gibt keine einheitliche Methode der Unternehmungsberatung, oft werden auch Mischformen verwendet. Der Berater Werner Preißing unterscheidet zum Beispiel folgende Verfahren:

Substanzwert: Er wird versucht die Kosten zu ermitteln, die entstehen würden, eine gleichwertigen Betrieb aufzubauen. Also: Anschaffungs- oder Herstellungskosten minus Fremdkapital, plus Schätzwert immateriellen Güter (Patente, Lizenzen, Rechte).

Liquidationswert: Es wird unterstellt, dass die Firma aufgegeben wird: Schätzwert der Wirtschaftsgüter, wenn sie einzeln verkauft würden.

Ertragswert: Das bewerte Verfahren ist in mehreren Schritten vorzunehmen:

1. Ermittlung der Betriebsergebnisse der letzten drei Jahre aus der
Gewinn- und
Verlustrechnung des Unternehmens.

2. Bereinigung der Betriebsergebnisse um alle außerordentlichen
Erträge und
Aufwendungen, die nichts mit der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit zu tun haben.

3. Ermittlung der Durchschnitts aus den bereinigten Betriebs-
ergebnissen, der bei
Weiterführung des Unternehmens als
nachhaltig erzielbar bezeichnet wird.

Mittelwert: Substanz- und Ertragswert werden je nach Branche unterschiedlich stark gewichtet und daraus ein mittlerer Wert gebildet. Er ist dann maßgebend für die Beurteilung des Preises eines zum Verkauf stehenden Unternehmens.

 
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